Freude über Jesu Geburt in Noten gefasst
Weihnachtskonzert mit „Brass ON“
in der evangelischen Kirche zu Freienseen – Über 100 Besucher
Laubach-Freienseen (sf). Lämgst ist es ein fester Termin im Jahresrhythmus: Stets Anfang Dezember erfreut die Bläsergruppe BrassON der EKHN in einem Adventskonzert in der Kirche zu Freienseen die Besucher. In diesem Jahr waren es weit über 100 Gäste, die zunächst von Pfarrerin Susanne Metzger-Liedtke begrüßt wurden. Sie wünschte den Bläsern und den Gästen einen schönen 1. Advent. Mit der Musik aus dem Filmklassiker „Laurence of Arabia“, eröffneten fremdländische Klänge den Abend. Der Film erhielt 7 Oscars. Während des Ersten Weltkriegs hoffen die Briten auf einen Aufstand der Araber gegen die Türken. Der junge englische Offizier und Arabienkenner Thomas E. Lawrence sucht deshalb im Auftrag der britischen Armee Kontakt zum arabischen Führer Prinz Feisal. Schon bald gewinnt der charismatische, tollkühne Lawrence das Vertrauen der Araber und vereint die untereinander verfeindeten Stämme zu einer schlagkräftigen Armee, die er in den Kampf gegen die Türken führt. Dies alles konnte man in der Musik entdecken. Dann „The gift“: In diesem weihnachtlichen Stück steht die Freude über Jesu Geburt an aller erster Stelle, was die Bläser sehr gut interpretierten.
Weiter führte die musikalische Reise zu den Aufständischen. ins schottische Hochland.Es war eine getragene Musik, die aus den im Kerzenschein leuchtenden Instrumenten kam. „For he love of a Princess“, von James Horner, so der Titel des Stückes. Nach einem Satz von Ingo Bredenbach spielten die Bläser verschiedene Variationen von “Macht hoch die Tür“. Ganz zeitgenössisch mit „Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung“ von James Last und „Die Himmel erzählen“ läuteten sie die Pause ein. Großartig und glanzvoll war das letzte Stück vor der Pause. „Die Himmel erzählen“ ist ein Bekenntnis durch die Musik zu Gott.
Der Evangelische Posaunenchor „Unterer Vogelsberg“ lud die Gäste alle zu einem Umtrunk mit heißen Getränken und Plätzchen ein. Nach der Pause und der Lippenentspannung der Bläser ging es musikalisch nach England, genauer in ein 500-Einwohner-Nest nördlich von London, wo neben zwei Pubs, zwei Geschäften und einer romanischen Kirche auch der Komponist Chris Hazell zu finden ist. Seine moderat moderne Musik erzählt von der Szenerie englischen Landlebens, die ihn umgibt, wie etwa von den Katzen, die sein Haus bevölkerten. Mit „Kranken“ war eine warmherzige Musik zu hören.
Mit „Leningrad“ von Billy Joel nahm man sich einem ernsten Thema an. Krieg und Verlust, Trauer und Hoffnung. Auch die Musik erzeuge Gänsehaut bei den Zuhörern. Das folgende Stück ist aus dem heutigen Weihnachtsfest nicht mehr wegzudenken. Die, die es mögen, können nicht genug davon kriegen und freuen sich riesig darauf wenn es im Radio wieder hoch und runter läuft, die, die es nicht mehr ertragen können schalten dann lieber auf einen anderen Sender, obwohl es schwer ist diesem Titel zu entgehen. „Last Christmas“ von Wham. Dieses Lied wurde erstmals am 15. Dezember 1984 veröffentlicht und stammt aus der Feder von George Michael und wie schon angedeutet ist es zu einem Weihnachtsklassiker der Popmusik geworden. Bis heute gibt es 7 Coverversionen.
Auch John Lennon und Paul Mc Cartney dürfen auf einem Weihnachtskonzert nicht fehlen. „When I‘m sixty four“ war das ultimative Musikstück. Mit „The town I loved so well“ wurde wieder ein kritisches Thema aufgegriffen. Es wird der Nordirlandkonflikt beschrieben. Den krönenden Abschluss bildete das Stück von den Toten Hosen „Tage wie diese“. Jedes einzelne Musikstück wurde umjubelt und so gab es am Ende stehende Ovationen für die Bläserschar der EKHN.
An den Trompeten waren Heiko Langsdorf, Sebastian Kehl, Marleen Groetsch und Wirk Weber zu hören. Die Posaunen ließen erschallen Thilo Schulz, Heinz Sodtke, Christian Troitsch, Florian Walther und Thomas Wanner. Die Tuba blies in gewohnter Manier Albert Wanner, der auch gleichzeitig die Leitung hatte. Der Forderung nach eine Zugabe kamen sie gerne nach.
