Wir gehören einfach dazu

50-jähriges Jubiläum des Posaunenchores Deckenbach am 1. Dezember. 

Bild aus den AnfangsjahrenHomberg-Deckenbach (pm). Als Teil einer Jugendgruppe haben sie vor 50 Jahren angefangen, ihre Instrumente zu erlernen, noch heute spielen sie aktiv im Posaunenchor Deckenbach und werden dafür am Sonntag im Anschluss an ein Jubiläumskonzert geehrt: Siegfried Werner und Walter Schaaf, der seit 40 Jahren Dirigent des Chores ist. „Die Idee ist auf einem Zeltlager mit Pfarrer Waldemar Tenne entstanden“, erzählt der heutige Vorsitzende Detlef Filipp. „Pfarrer Tenne hat sich damals sehr um den Start des Posaunenchores bemüht, Instrumente besorgt und den Kreis motiviert.“ War der Chor damals quasi eine Teenygruppe, ist heute der jüngste der 15 aktiven Bläser 32 Jahre alt, der älteste 75.

„Die Blütezeit unseres Posaunenchores war in den 80er Jahren, da waren wir doppelt so viele Aktive wie heute“, sagt Filipp. Aber Grund zum Jammern sieht er nicht. „Man macht das entweder mit Freude oder man lässt es bleiben.“ Der Posaunenchor, als Verein organisiert, sei fest in das Orts- und Vereinsleben integriert. „Wir spielen regelmäßig zu Weihnachten, Ostern, am Volkstrauertag, in den Gemeinden bei Hochzeitsjubiläen, Geburtstagen, wenn Vereine eine Andacht halten – wir gehören einfach dazu“, sagt Filipp.

Wichtige Unterstützung erfahre man durch das Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, das inzwischen u.a. eigens Seminare für „alte Jungbläser“ anbiete, also für Spätberufene, die vielleicht erst nach der aktiven Arbeitsphase Zeit und Lust haben, ein Blechblasinstrument zu erlernen.

Auch die langjährigen Mitglieder bilden sich regelmäßig fort. Filipp: „Deshalb ist für uns die Arbeit der drei Landesposaunenwarte auch so wichtig. Da gibt es immer neue Impulse, neue Musikrichtungen und moderne Noten.“ Wie viele andere in Posaunenchören ist Detlef Filipp daher enttäuscht, dass die Kirchenleitung der EKHN die Zahl der Landesposaunenwarte mittelfristig auf eine Stelle reduzieren will. „Unser regional zuständiger Landesposaunenwart Albert Wanner ist nicht nur musikalischer Trainer, sondern auch ganz wichtig für die Netzwerkarbeit.“ Denn die Chöre helfen sich immer mal gegenseitig aus und halten gemeinsame Übungsstunden ab. Innerhalb des Dekanats Alsfeld ist für diese Koordinationsarbeit Ulrich Beyenbach zuständig. Filipp: „Der bemüht sich eifrig um jeden einzelnen Bläser hier in der Region und organisiert gemeinsame Veranstaltungen wie das Adventsblasen in Alsfeld oder eine Instrumentensammlung für Afrika.“

Beim Jubiläumskonzert, das am Sonntag um 19 Uhr in der Kirche Deckenbach beginnt, wird eine große musikalische Bandbreite zu hören sein – von „Tochter Zion“ bis  zum „Medallion Calls“ aus dem Film „Fluch der Karibik“. Dabei werden die Deckenbacher unterstützt von den Chören aus Maulbach und Nieder-Ofleiden. „Wir werden dann wohl 50 bis 55 Bläser sein“, kündigt Filipp an. Die Feierlichkeiten im Anschluss werden bewusst „nicht so groß“ ausfallen. Man habe den 25. Geburtstag sehr groß gefeiert, das 50-jährige Jubiläum nun sei auch schon ein wenig bei der Sommerkirche gefeiert worden.

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